ÜBER EXISTENZÄNGSTE, VERGLEICHE UND UNERFÜLLTE PLÄNE

07/05/2018

Ende letzten Jahres, als ich nachdem Adventkalender energiemäßig nur mehr am Zahnfleisch dahergekrochen bin, hab‘ ich mir fest vorgenommen, 2018 anders zu starten. Es sollten sich viele Dinge ändern, der Stress sollte weniger werden und ich wollte endlich ein paar neue Projekte starten. In Australien hat dieses Mindest auch noch wunderbar funktioniert – kein Wunder, denn neben Fotos machen, auf Instagram posten und ein bisschen Herr über meine Mails zu bleiben – hab‘ ich eigentlich nur Urlaub gemacht. Ich hab‘ mir sehr viel überlegt, war unglaublich inspiriert und voller Tatendrang, was ich zurück in Österreich nicht alles starten würde.

…let’s do this! I wanna create stuff! – tolle Floskeln nichts dahinter…

Die vielen Blogpost-Ideen für die wir so wunderschöne Bilder produziert haben, sind irgendwo in den Tiefen meiner Evernote-Ordner verschwunden… gemeinsam mit meinem Vorsatz wieder mehr zu bloggen, mich weniger auf Instagram und seinen todbringenden Algorithmus zu konzentrieren und dafür wieder mehr Content zu kreieren, der mir Spaß macht. Ich wollte Neues ausprobieren und weniger darüber nachdenken, was andere Menschen wohl darüber denken würden.

Ich glaube, dass vor allem die geografische Distanz zu meinem Alltag in Österreich ausschlaggebend dafür war, wie realistisch sich diese Ziele in Australien angefühlt haben: kein Stress, auf sich selbst konzentrieren, Neues erschaffen… alles wird anders werden.

Zurück in Österreich bin ich sehr schnell wieder in den alten Trott verfallen, hab‘ weniger gebloggt denn je und dafür ausgewachsene Existenz-Ängste entwickelt, die mich die letzten beiden Monate immer mehr an mir selbst zweifeln ließen, und euch immer weniger teilhaben lassen wollten. Ich weiß nicht warum oder woher diese Ängste kamen…

Oder wartet – vielleicht doch?

Schließlich arbeite ich in einer wahnsinnig schnelllebigen und vor allem kompetetiven Branche, werde ständig verglichen -auf Basis meiner Zahlen, meinem Aussehen, der Art, wie ich meine Bilder mache und bearbeite und diesen Blog schreibe. Und nicht zu vergessen die Beziehungen, die ich zu Personen in der PR- und Marketing Branche pflege. Aber Mädchen bitte vergleich‘ dich doch selbst nicht – „ist doch egal, was die anderen machen“, aber das ist es DE FACTO eben nicht. Kein Wunder, dass man Angst davor bekommt irgendwann nicht mehr genug zu sein.

Das ist keine Angst, die nur Influencer haben, viele kreative Köpfe und vor allem solche die auch selbstständig arbeiten, kennen diesen Druck und den Wettbewerb in der Branche. Und eigentlich sollte das auch kein Problem sein, aber manchmal überwältigt mich das alles ein bisschen.

Ich hab‘ mich in den Monaten nach meiner Reise einfach viel zu oft eingeschüchtert gefühlt. Keine Blogposts mehr online gestellt, weil ich dachte, dass andere es sowieso viel besser machen… und je weniger ich veröffentlicht habe und je länger ich nichts auf dem Blog gepostet hab‘, desto größer wurde die Unsicherheit. Dabei ist es das was mir am Bloggen mitunter immer am meisten Spaß gemacht hat, das Schreiben und Geschichten erzählen.

Ich hab‘ keine Ahnung wie es in den nächsten Monaten weitergehen wird, alles was ich weiß, ist dass ich zurzeit wieder viel motivierter bin und euch auch einfach wieder mehr einbeziehen will. Solche Phasen, wie ich sie gerade beschrieben habe, hat bestimmt jeder von euch in der einen oder anderen Form, sei es in der Schule während dem Studium oder im Job. Wichtig ist, dass man wieder rauskommt und ich denke, das hab‘ ich jetzt auch wieder geschafft ❤ Hier gebührt ein großer Dank auf jeden Fall meinem Mister und meinem Freundeskreis, der mich in solchen Situationen nicht im Stich lässt.

In diesem Sinne wünsch‘ ich euch einen guten Start in die neue Woche ❤ Und auch wenn’s mal nicht so perfekt läuft – better days are coming, trust me 😘

xxx,
Sophie

 

 

Dieser Beitrag enthält Affiliate Links.

Bluse: Zara
Hose: H&M x Anna Glover
Jacke: H&M (ähnlich)
Schuhe: Converse
Brille: H&M Studio (ähnlich)
Tasche: A.P.C. Halfmoon Bag
Schmuck: Vintage, Anna IJ Bänder



Greif nach den Ster… Blumen ❤

 

 

4 Kommentare

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4 Kommentare

Sandra Slusna 07/05/2018 at 8:47 PM

So ein schöner Beitrag, tolle Gedanken liebe Sophie! <3 Ich kann dich total verstehen und alles voll nachvollziehen. Ich fühle mich oft genauso. Und auch wenn ich am Anfang vom Bloggen bin und nur wenige Follower habe, vergleiche ich mich tagtäglich, aber anderseits, motiviert es mich tagtäglich, besser zu werden und mich zu entwickeln in allen Bereichen!
Liebe Grüße, Sandra / http://shineoffashion.com
https://www.instagram.com/sandraslusna/

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Lisa 08/05/2018 at 8:16 PM

Liebe Sophie,

als ich auf Instagram die Themen gelesen habe, die du in deinem heutigen Blogpost angesprochen hast, musste ich sofort vorbeischauen. Ich muss sagen, ich habe mich in diesem Text stark wiedergefunden. Zwar bestimmt die Selbstständigkeit nur momentan mein Leben, da ich ab Herbst auch an einer Schule als Lehrerin unterrichten werde und somit dann auch einen fixen Job neben dem Blog habe, aber dennoch kann ich die Sache mit den Existenzängsten nur allzu gut nachvollziehen und natürlich auch das Gefühl, nicht genug zu sein, kommt mir bekannt vor. Lehrerin ist nicht mein Traumberuf, denn ich liebe einfach dieses kreative Arbeiten, aber momentan habe ich das Gefühl, nicht zu genügen mehr denn je und das macht mich ebenso unsicher und lässt mich an mich selbst zweifeln und ob das, was ich tue, überhaupt gut genug ist.

Ich bin froh, dass ich in der Hinsicht nicht alleine bin, auch wenn ich niemanden dieses Gefühl wünsche und es auch für dich vielleicht kein allzu großer Trost ist. Aber und das möchte ich abschließend noch sagen: Du begeisterst mich jeden Tag aufs Neue mit deinen wunderschönen und ästhetischen Bildern und deinem sympathischen Wiener Schmäh in deinen Instagramstories. Schade, dass ich deinem Account nicht schon viel früher Beachtung geschenkt habe. Als österreichische Bloggerin kenne ich natürlich sehr viel Blogger (zwar nicht persönlich, aber man weiß ja doch, wen es da so alles gibt) und ich habe mich immer so sehr davor distanziert, österreichischen Bloggern zu folgen, die weitaus größer sind als ich und da zähle ich dich zweifellos dazu. Einfach aus dem Grund, weil ich auch zu diesem Vergleichen tendiere und ich mich wahrscheinlich schlecht gefühlt hätte, weil ich selbst nicht so einen großen Erfolg vorweisen kann. Ich bin zwar zufrieden mit dem, was ich dank dem Bloggen und nicht zuletzt auch dank Instagram erleben kann, aber dennoch fühle ich mich doch ab und an minderwertiger, weil ich mich eben und das hast du ja auch angesprochen, immer mit anderen vergleiche. Doch jetzt, wo ich Tag für Tag deine Bilder sehe, bin ich froh, über meinen Schatten gesprungen zu sein, denn ich freue mich jeden Tag aufs Neue über deinen schönen Content (Okay, das waren jetzt seeeeehr lange Abschlussworte).

Vergiss nicht: Du bist toll :)

Hab einen schönen Abend :)

Liebste Grüße
Lisa
http://www.mycafeaulait.at

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Sandra 09/05/2018 at 12:02 PM

Liebe Sophie,

ich glaube da sind wir uns hier einig – wir wollen definitiv mehr deiner Beiträge lesen :)
Genau deswegen mögen wir es ja, wenn es hier von Zeit zu Zeit wieder mehr zu lesen gibt, wir sind nicht ganz so kritisch und oft fallen einem selbst die vermeintlichen kleinen, unperfekten Stellen am meisten auf, uns vlt. gar nicht so sehr :D
Lass dich nicht unterkriegen und entmutigen!

Schönen Feiertag morgen :)
Liebe Grüße aus Graz
Sandra

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Kat 14/05/2018 at 9:45 AM

I feel you girl! Mir geht es gerade nicht anders und ich bin mir immer wieder unsicher, welcher Weg denn wirklich der richtige für mich ist.
Also kann ich deine Gedanken absolut verstehen und bin froh, dass du sie so offen teilst.
Weil da fühle ich mich einfach weniger alleine. :)

Wishes, Kat

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