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MEINE DIGITAL DETOX ERFAHRUNG – EIN WOCHENENDE IN SÜDTIROL

Vor einem guten Monat hab‘ ich euch in diesem Beitrag davon erzählt, dass Manuel und ich ein Detox Wochenende geplant hatten. Leider sind in den letzten Wochen so viele Dinge passiert, die es mir einfach unmöglich gemacht haben, mich mal für einige Zeit hinzusetzen, um einen ordentlichen und ausführlichen Review zu diesem Wochenende für euch zu schreiben. Deshalb musste dieser Beitrag ein bisschen warten. Mittlerweile haben wir uns in der neuen Wohnung aber soweit eingerichtet, dass ich auch wieder ordentlich arbeiten kann und nächste Woche werd‘ ich dann auch das neue Office einmal einweihen :)

Nun aber zum eigentlich Thema: unser Detox Wochenende! Wie kann man dem Social Media Wahnsinn und dem Stress am besten entfliehen? Genau, einfach mal wegfahren und das haben wir auch getan und zwar nach Südtirol ❤️

DIGITAL DETOX IN SÜDTIROL

 

Was ist Digital Detox? Und wir haben wir’s für uns definiert?

Digital Detox bedeutet für eine gewisse Zeit ganz ohne elektronische Geräte wie Smartphones, Computer oder ähnliches auszukommen. Wie streng man das Digital Detoxen aber nimmt, ist natürlich jedem selbst überlassen. Manuel und ich hatten uns für unser Wochenende vorgenommen, am Samstag und Sonntag komplett auf Internet zu verzichten. Weil wir aber für euch alles ein bisschen festhalten wollten, haben wir uns dazu entschlossen, die Handys „nur“ auf Flugmodus zu stellen, um sie für Foto-Zwecke verwenden zu können. Im Endeffekt hab‘ ich mein iPhone aber nie mitgenommen, weil das Handy vom Mister ohnehin eine viel bessere Kamera hat ;)

Den Laptop hatte ich übrigens zwar mit (you know, wegen Notfall und so!), hab‘ ihn aber nicht geöffnet. Die einzigen beiden elektronische Gerät, die ich während dem Wochenende wirklich verwendet hab‘, waren mein E-Reader und meine Spiegelreflex-Kamera, aber beides natürlich ohne Internet.

 

Wie hat es funktioniert und wie haben wir uns dabei gefühlt?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ein bisschen Angst davor hatte ein ganzes Wochenende auf Internet und Social Media zu verzichten. Wenn man bedenkt, dass auf Instagram täglich mehr als 80 Millionen Fotos hochgeladen werden, ist die Angst etwas zu verpassen, wenn man 2 Tage nicht online ist, doch irgendwie begründet. Ja, das war tatsächlich meine größte Angst: FOMO – fear of missing out! Natürlich hab‘ ich mir auch Gedanken darüber gemacht, wie man mich nun erreichen sollte, falls wirklich etwas Achlimmes passieren sollte, aber für diese Eventualität hab‘ ich meinen Eltern die Nummer vom Hotel hinterlassen.

Ich muss gestehen, dass ich bereits die Woche vor unserem Digital Detoxing ganz schön nervös war. Irgendwie hab‘ ich mich  natürlich auch darauf gefreut, den Instagram- und Posting Stress einmal hinter mir zu lassen, aber ich hab‘ viel darüber nachgedacht hab‘, wie es mir wohl damit gehen wird. Im Nachhinein kommen mir diese Gedanken ziemlich dumm vor, denn ob ihr mir’s glaubt oder nicht, aber nachdem ich mein Handy ausgeschaltet hatte, hab‘ ich keinen einzigen Gedanken mehr daran verschwendet. Natürlich ist es mir noch ein paar mal passiert, dass ich mein Handy rausholen wollte, um nur mal schnell Instagram zu checken, aber da ich es sowieso meistens am Hotelzimmer hatte, ist auch dieser Drang sehr schnell vergangen. Ich hab‘ mich so viel leichter gefühlt. Denn so gern ich mit Menschen in Kontakt stehe, ihnen auf Social Media von mir und meinem Leben erzähle, so oft zehrt es auch an meinen Nerven. Diese Pause war so nötig, um mal wieder zu erkennen, wer ich eigentlich bin und wer Manuel und ich in unserer Beziehung sind. Wir haben so viel Spaß gehabt, so viel gequatscht und waren keine einzige Sekunde abgelenkt. Das hat so gut getan.

Ich hab‘ mein Handy an den beiden Tagen wirklich nie vermisst und auch das Internet hätte ich nicht gebraucht. Ich hab‘ mich so schnell daran gewöhnt es nicht zu nutzen, dass ich selbst ganz erstaunt war. Als wir Sonntag Abend dann kurz davor waren das Handy wieder einzuschalten, hatte ich sogar ein bisschen Angst davor, wieder in die digitale Welt eintauchen zu müssen. Ich hatte mich ohne die ganzen Nachrichten und Mails so wohl gefühlt, dass ich vergessen hatte, dass sich in der Zwischenzeit wahrscheinlich wieder einiges angesammelt haben würden. Mit Herzklopfen und einem Anflug von Stress hab‘ ich das iPhone dann wieder aufgedreht und war so erleichtert, als ich gemerkt hab‘, dass sich die Informationsflut in Grenzen hielt. Ich würde auch jedem der das Digital Detoxing mal ausprobieren möchte, empfehlen es an einem Wochenende zu tun, da so wenigstens ein großer Teil der beruflichen Mails ausbleibt. Bei mir waren es vor allem Newsletter und persönliche Nachrichten auf WhatsApp und Instagram, die ich in den 48 Stunden verpasst hatte. Die waren aber sehr schnell wieder „abgearbeitet“.

 

Was hat uns gefehlt?

Wie bereits oben erwähnt ist mir das Digital Detoxing eigentlich sehr leicht gefallen. Die einzigen Situationen in denen mir mein Handy beziehungsweise das Internet tatsächlich gefehlt haben waren Wartesituationen: auf den Mister warten, auf das Essen warten, etc. aber in dieser Zeit muss man dann einfach versuchen sich anderweitig (zum Beispiel mit seinen eigenen Gedanken) zu beschäftigen.

Was dem Mister und mir auch aufgefallen ist, war die Tatsache, dass wir was Nachrichten anbelangt nicht total uptodate sein konnten. Zwar gab es im Hotel Zeitungen, aber die Dinge die nach Redaktionsschluss passiert waren, haben wir nicht erfahren. Wäre irgendetwas bahnbrechendes oder schockierendes passiert, hätten wir es erst in der Zeitung vom nächsten Tag gelesen und nicht wie sonst quasi in der selben Sekunde über Standard-Whatsapp Dienst oder andere Social Media Kanäle. Aber zwei Tage mal nicht absolut aktuell alles zu wissen, was gerade in der Welt abgeht, ist eigentlich auch gar nicht so schlimm ;)

 

Unser Detox Hotel ROSALPINA DOLOMOTES

Verbracht haben wir unser Digital Detox Wochenende im wunderschönen Rosalpina Dolomites Hotel. Das Hotel liegt in Plose nicht weit von Brixen und ist mit dem Auto gut zu erreichen. Für alle die jetzt Angst haben, dass dort jeder Digital Detox machen muss, den kann ich beruhigen, es gibt Handy-Empfang und WLAN – auch wenn man das alles dort gar nicht braucht.

Plose war früher aufgrund seiner reinen Gebirgsluft als Luftkurort bekannt, vor allem für Lungenerkrankte aus ganz Europa vorgesehen. Aus diesem Grund wurde der österreichische Archtekt Otto Wagner damit betraut ein Luftsanatorium zu erbauen. Der erste Weltkrieg und der Tod des Architekten führten allerdings dazu, dass das Hotel in einen jahrelangen Dornröschenschlaf fiel und erst vor einigen Jahren durch die jetzigen Besitzer – die Familie Hinteregger – fertiggestellt wurde und wieder zum Leben erwachte. Inmitten einer atemberaubenden Kulisse – den Dolomiten – steht nun das wunderschöne Rosalpina Hotel. Hier ist die Natur zuhause. Hier ist alles echt und unverfälscht, aber dennoch spürt man einen Hauch von Luxus ;)

Das Hotel bietet alles was das Herz begehrt und noch viel mehr! Die Zimmer und Suiten sind sehr geräumig, geschmackvoll eingerichtet und zeigen fantastische Ausblicke auf die Bergkulisse in der direkten Umgebung. Für echte Bergfexen gibt es genügend Wanderwege, die direkt vom Hotel aus gestartet werden können, beziehungsweise auch geführte Touren, die man bei der Rezeption buchen kann. Bei uns stand am ersten Tag eine Sonnenaufgangswanderung auf den Gabler am Plan. Um pünktlich am Gipfel zu sein, hieß es für uns bereits um 3.20 aufzustehen – das war wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, gar nicht so einfach, aber es hat sich tausend Mal gelohnt. Die Sonne in den Bergen aufgehen zu sehen und wie ihre Strahlen die Dolomiten langsam in warmes Licht tauchen, ist ein Erlebnis, das sowohl der Mister als auch ich niemals wieder missen möchten. Das war fast das schönste Erlebnis des ganzen Wochenendes und es nicht sofort mit der ganzen Welt zu teilen, hat es für uns noch ein Stück besonderer gemacht.

Wer lieber ein bisschen entspannen möchte, als auf die nächstgelegenen Berge zu gehen, der kann das Welness Angebot des Hotels nutzen. Es gibt einen kleinen Spa-Bereich mit Sauna und Behandlungsmöglichkeiten wie Massagen oder unterschiedliche Bäder. Ein ganz besonderes Highlight im Rosalpina Hotel, das ich hier nochmal hervorkehren möchte. ist aber auf jeden Fall das Essen. Morgens beim Frühstücksbuffet blieb kein einziger Wunsch unerfüllt: angefangen mit einer großen Brot und Gebäck-Auswahl, über frisch zubereitet Eier-Speisen (die haben dort eine so wunderschöne gelbe Farbe, die Eier müssen einfach von richtig glücklichen Hühnern stammen!) bis hin zum Juicer, bei dem sich jeder seinen ganz eigenen Saft pressen konnte. Um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken, gab’s für die besonders Hungrigen auch immer ein kleines Snack-Buffet mit Käse, Brot und Obst. Abends konnte man sich dann sein Menü (Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise) aus verschiedenen Alternativen selbst zusammenbauen. Wir haben jeden Tag wirklich vorzüglich gespeist, es hat alles so wahnsinnig gut geschmeckt, dass ich am liebsten gleich nochmal dorthin fahren würde, nur um noch einmal die leckeren Schluzkrapfen zu essen.

Unfassbar süß ist übrigens auch der hoteleigene Labrador Amadeus, der einem treuherzig in die Augen blickt sobald man das Hotel betritt.

 

Ein kleiner Ausflug nach Brixen

Wer übrigens denkt, dass man in Südtirol nur wandern kann, der hat weit gefehlt, mit dem Auto ist man innerhalb von 20 Minuten in Brixen, ein Ort der – ob ihr mir’s nun glaubt oder nicht – echt wahnsinnig tolle Einkaufsmöglichkeiten bietet. Nachdem wir am Samstag bereits ganz bald am Morgen die Sonnenaufgangswanderung gemacht hatten, wollten wir am Nachmittag nicht noch einmal wandern gehen und haben deshalb beschlossen, nach Brixen zu fahren. Dieser süße Ort hat wirklich mega coolen Boutiquen! Meine neue Luftmatratzen-Style Fula-Tasche hab‘ ich mir dort gegönnt und diese super geilen Schlapfen von The White Brand – die Italienerinnen wissen hald, wie man sich anziehen muss! Gott sei Dank hat uns Audi für unseren Südtirol-Trip den fabelhaften Audi Q2 zur Verfügung gestellt, mit dem wir nicht nur easy und sehr komfortabel nach Südtirol und wieder zurück gekommen sind, sondern eben auch einen Abstecher nach Brixen machen konnten. Vielen Dank an dieser Stelle!

 

Das Fazit

Alles in allem war es ein tolles Wochenende und wie bereits erwähnt, hab‘ ich mein Handy beziehungsweise das Internet keine Sekunde vermisst. Natürlich wäre es etwas anderes, wenn wir den Verzicht noch ein bisschen länger durchgezogen hätten, aber die zwei Tage haben wahnsinnig gut getan und mir geholfen wieder ein bisschen runter zu kommen.

Südtirol ist übrigens genau der richtige Ort um ein Digital Detox zu machen. Die wunderschöne Natur, die Ausblicke und die vielen tollen Aktivitäten, die diese Regionen bietet, sind perfekt um einfach ein bisschen abzuschalten und zu genießen. Vielen Dank noch einmal an Südtirol Tourismus für die Einladung und das Rosalpina Hotel, das uns den Aufenthalt so besonders angenehm (und köstlich) gemacht hat!

 

 

In Kooperation mit Südtirol Tourismus.
 

 
 

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2 Comments

  • Reply Cookies&Style 13/07/2017 at 9:19 AM

    Wow, die Fotos sehen so toll aus! Das scheint wirklich eine super schöne Gegend zu sein. Da glaub ich gerne, dass einem bei dem Ausblick kein Handy fehlt.

    Liebst,
    Ulli

  • Reply Jessi 21/07/2017 at 10:58 AM

    Hey,
    ein sehr schöner Beitrag und tolle Fotos habt ihr da! Ein Digital Detox Wochenende hätte ich auch bitter nötig! Dieses Thema sollte ruhig mehr thematisiert werden.
    Liebe Grüße
    Jessi von ICA|KGL Travel & Festival Stories
    http://icakgl.wordpress.com

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